Mittwoch, 18. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld

Als ich die Frage des 1. Wochenimpulses gelesen hatte, wusste ich auch nicht recht, was ich genau schreiben könnte. Und nur schon, dass ich überlegen muss, erschreckt mich ein wenig...
Wo passiert eigentlich genau Nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld?
Ja, auch wir duschen, statt baden, löschen das Licht, wenn wir uns nicht im Raum befinden. Aber schon beim Abfall trennen fängt die Bequemlichkeit an: Soll ich nun wirklich dieses winzige Stückchen Alupapier meiner Schokolade trennen oder nicht doch lieber in den normalen Abfall werfen? Was mache ich, wenn ich nur gerade eine PET-Flasche habe und nicht 10, die ich in die Sammelstelle bringen könnte?
Als Benutzerin des öffentlichen Verkehrs kann ich vielleicht stolz sein, benutze ich den Zug...aber sind wir mal ehrlich: Ich benutze den Zug nicht, weil ich es will, sondern weil ich kein Auto habe. Steht mir eines zur Verfügung fahre ich mit dem Auto an die PHR, weil ich so mindestens 15 Minuten einsparen kann. Und ich habe meinen Bereich und muss nicht in einem stickigen, engen Zug sitzen. Obwohl der ÖV in der Schweiz sehr gut ausgebaut ist im Vergleich zu anderen Ländern.
Bequemlichkeit scheint also oft ein Problem zu sein, wenn es um Nachhaltige Entwicklung geht. Und trotzdem wissen alle, dass es nicht gut um unsere Welt steht und wir eigentlich etwas unternehmen müssten.
Vielfach denke ich auch: Wieso soll ich einzelne Person in dieser kleinen Schweiz, die kaum ein Ausmass hat auf die Welt, mir Mühe geben, wenn die grossen Länder, sprich Amerika oder China die Umwelt verpesten ohne Rücksicht auf alle anderen Erdenbewohner.

Im Zusammenhang mit Sonnenschutz bin ich der Meinung vom 1. post; man kann selber entscheiden, will man sich eincremen oder nicht. Auch wenn man sich nicht verbrennt, schadet es trotzdem der Haut.
Aber wenn ich an das Ozonloch denke, dann wird mir wieder bewusst, wie wir alle wieder, gerade mit den Abgasen, eine Verantwortung dafür tragen, dass es nicht grösser wird. Auch das hat Einfluss auf das Thema Sonnenschutz.

Nicole Losurdo, LG04A

5 Kommentare:

M. Hautle hat gesagt…

Als Lehrpersonen tragen wir die Verantwortung die Kinder über die Gefahren der Sonne und die Gründe für das Ozonloch aufzuklären. Ich denke, dass ist der grösste Beitrag, den wir in diesem Bereich für eine nachhaltige Zukunft liefern können.

Anonym hat gesagt…

Dem stimme ich völlig zu. Ich muss jedoch zugeben, mir ist das nicht immer bewusst. Wenn sich andere in den Schatten verkriechen, sitze ich am liebsten an die pralle Sonne. Eincremen? Das mache ich doch nur am Strand... Ehrlich gesagt denke ich nur ans Eincremen, wenn ich mich bereits verbrannt habe. Das kommt jedoch sehr selten vor. Dieses fahrlässige Verhalten ist aber jedem selbst überlassen. Ich finde es auch wichtig, die Kinder zu informieren, was es mit diesem Teufelskreis auf sich hat: Luftverschmutzung, Schädigung der Ozonschicht, UV-Strahlen, Hautkrebs

Miracle hat gesagt…

Auch ich stimme dir völlig zu im Bezug auf die Bequemlichkeit. Vieles das wir tun ist völlig automatisiert und pure Gewohnheit. Es kostet und Kraft und Mühe diese Gewohnheiten oder Bequenmlichkeiten aufzugeben und unser Verhalten zu ändern. Als Lehrpersonen können wir aber insofern etwas bewirken, dass wir den Kindern bewusst machen, was ihr Verhalten für Folgen auf die Umwelt hat. Wir können ihnen die Konsequenzen aufzeigen und ihnen auch alternative Verhaltensmuster näher bringen. Leider ist das aber auch schon alles was in unserer Macht steht. Schlussendlich sind auch sie der Gefahr ausgesetzt, sich den Gewohnheiten ihrer Eltern anzupassen und selbst bequem zu werden.

starsky hat gesagt…

Wenn ich die Bemerkungen so durchlese, stelle ich fest, dass wir alle eigentlich gerne mehr tun würden, es aber nicht machen... Zudem hab ich mir überlegt, wie echt es wohl wirkt, wenn wir die Kinder aufklären, es aber selber nicht einhalten. Gut, teure Produkte können wir uns dank unserem riesigen Lohn leisten ;-) aber ob wir uns dann mehr eincremen... Ich weiss ja nicht! Aber aufklären müssen wir auf jeden Fall, finde ich auch!

carmen hat gesagt…

Ich stimme diesen Überlegungen zu. Mir ist ebenfalls bewusst, dass ich mich nicht völlig vor der Sonne schützen kann. Doch ich denke, mit dem Bewusstsein von der Wirkung der Sonne ist immerhin das schlechte Gewissen vorhanden. So suche ich nicht dauernd die Sonne, sondern setzt mich auch mal in den Schatten. Aber wie gesagt: wer denkt schon daran, sich morgens um 6 Uhr vor dem auf-den-Zug-rennen einzucrèmen?