Donnerstag, 24. Mai 2007

Agenda 21 und mein Unterricht


Bei vielen Passagen aus dem Text habe ich mir gedacht, doch das berücksichtige ich. Ich achte auf handlungsorientierten Unterricht, wechsle die Sozialformen ab, befürworte fächerübergreifenden Unterricht und finde es super, wenn die Lernenden ihr Wissen verknüpft und in ausserschulischen Lernorten aufbauen.

ABER, traue ich mir zu, all dass im Sommer umzusetzen? Gleich den innovativen, nachhaltigen, abwechslungsreichen, vernetzten, förderorientierten, individuell angepassten Unterricht zu planen, umzusetzen und zu reflektieren?

Mein Ziel ist es, dass ich in M&U ein Thema wähle, dass sich gut vernetzen lässt und viele Verbindungen mit der Welt der Kinder aufzeigt. Da wäre unser Thema noch passend. Sonnenschutz, da haben die Lernenden schon ein gewisses Vorwissen, immerhin müssen sie sich sicher auf mütterliches Geheiss eincremen, was ja immer sooo viel Spass macht. Sie werden vielleicht schon von steigenden Ozonwerten gehört haben. Wieso nicht dass miteinander verknüpfen? Aufzeigen was das Ozonloch mit Sonnenbrand zu tun hat? Zum Ozonloch gehören auch die Auslöser für dieses. Und wenn wir schon die Gründe hören, wieso nicht –exemplarisch- bei einer Autogarage vorbei gehen und nach Alternativen suchen für Autos? Natürlich können wir das Thema dann projektartig angehen, in frei gewählten Gruppen werden die Gründe für das Ozonloch erforscht und dann an einer Ausstellung präsentiert, die natürlich für die Öffentlichkeit auch zugängig ist….

Wenn ich meine Gedanken freien Lauf lasse, dann entwickelt sich da ein Netz an Möglichkeiten und Verbindungen, die doch sicher sehr spannend zu erarbeiten wären mit den Lernenden. Vielleicht muss ich mir also doch nicht so grosse Sorgen machen und alles kommt gut…

Selina Weber LGA04

Montag, 21. Mai 2007

MILCH

Wir haben uns für dieses Thema entschieden, weil wir alle täglich mit Milch in Kontakt kommen, als heisse Schoggi, im Kaffee, für Cornflakes,… Zudem ist es auch für die Kinder lebensnah und es ist ein Produkt, dass sie alle kennen und konsumieren.

Unterschiede vom BNE und herkömmlichen M&U Unterricht:
Von den Kindern wird ein hohes Mass von Selbstständigkeit erwartet. Sie müssen selbst bestimmt und eigenaktiv arbeiten und sind zudem befähigt eigene Entscheidungen zu treffen. Beispiel: Die Kinder bestimmen aus eigener Sicht die beste Milchsorte. Vor und Nachteile werden selbstständig und kritisch betrachtet. Im Gegensatz zum herkömmlichen M&U Unterricht haben die Kinder Gelegenheit Erfahrungen darzustellen und Hypothesen zu bilden. Zudem werden die Lernenden zum handeln angehalten, in dem sie Milchprodukte herstellen. Der Unterricht ist projektartig, das heisst es wird in Gruppen gearbeitet.

Teilkompetenzen in dieser Unterrichtseinheit:
- Sie können vor- und Nachteile der Idee der Nachhaltigkeit sowie mindestens einer weiteren Vorstellung über die anzustrebenden Entwicklung der Gesellschaft diskutieren. (a.2)
- Sie können zwischen Entwicklungen auf der lokalen Ebene, auf der nationalen Ebene und auf der globalen Ebene unterscheiden und erkennen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Ebenen. (a.5)
- Sie können, bezogen auf den Kontext der Nachhaltigkeit. Vor- und Nachteile sowie Reichweite von partizipativ getroffenen Entscheidungen diskutieren. (g.1)
- Sie können Informationen aus unterschiedlichen Fachgebieten strukturieren und zusammenführen und sind bereit, ihre Entscheidungen darauf abzustützen. ( e.6)
- Sie sind bereit, Zukunftsentwürfe anderer nicht als illusorisch abzuwerten, sondern aufzunehmen und in einer gemeinsamen Diskussion weiterzuentwickeln. (f.4)
- Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen. (c.1)

Didaktisches Prinzip:
- Handlungs- und Reflexionsorientierung: Sie haben selber Milchprodukte hergestellt. Sie haben die Gelegenheit Erfahrungen darzustellen und Hypothesen zu bilden. Dazu werden Diskussionsrunden gemacht.
- Entdeckendes Lernen: Gemeinsam am Thema arbeiten (Werkstattunterricht) und sich in Einzelarbeit mit Fragen beschäftigen und in Büchern/Medien nach Antworten suchen.
- Partizipationsorientierung: Sie arbeiten in der Klasse an gewissen Themen, aber die Kinder können sich auch individuell in ein Teilgebiet vertiefen.
- Zugänglichkeit: Durch Verarbeiten, die Geschichte, das Selbermachen von Milchprodukten und durch den Konsum von Milch.


Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit:
Die Kinder könnten lernen wie sie direkten Zugang zu Milch bekommen, dies hätte zur Folge dass Ressourcen gespart werden könnten (Zwischenhändler, Verpackungen, Verarbeitung der Milch). Das hätte zur Folge, dass die Lernenden wüssten, wo sie Milch direkt ab dem Bauernhof beziehen könnten. Dies würde auch das didaktische Prinzip der Visionsorientierung mit einbeziehen. Zudem ist wissenschaftlich bewiesen, dass unbehandelte Milch für Kinder besser ist.

Vernetztes Lernen: In welche Verbindung könnte man die Milch auch noch zu setzen bezüglich Lebensmittel? Wieso kaufen wir Produkte über Zwischenhändler (Migros, Coop) ein, wenn wir diese auch direkt beziehen könnten.


(Gruppe Ressourcen und Sonnenschutz)

Donnerstag, 17. Mai 2007

Meine Motivation, nachhaltig zu handeln

Ich stelle mir vor, wie ich am Strand stehe und in die Weite des Ozeans hinausblicke. Es gibt für mich nichts Beruhigenderes und Schöneres als das Wasser, das Meer.
Genauso liebe ich es irgendwo auf der Spitze eines Berges zu stehen und ins Tal zu schauen.
In mir entsteht ein Gefühl der Freiheit, des Allein-Seins und in solchen Momenten – das muss ich ehrlich zugeben – denke ich überhaupt nicht an andere Menschen, auch nicht an die Zukunft und schon gar nicht an nachhaltiges Handeln.
Seit wir aber diese Posts schreiben in unserem Blog, grüble ich oft darüber nach und weiss eigentlich: So, wie wir Menschen mit der Natur umgehen, kann es nicht weitergehen.
Die Schönheit der Natur soll auch weiterhin erhalten bleiben und zwar für unsere Nachkommen. Ich finde da trägt jeder Einzelne Verantwortung.
Und doch kommt auch bei mir immer wieder die Bequemlichkeit ins Spiel.
Gerade am Dienstag hatte ich eine Sitzung bei einer Kollegin zu Hause und ich hätte mit dem Velo 15 Minuten Weg vor mir gehabt. Doch es regnete ziemlich stark und so war der Griff zum Autoschlüssel schnell getätigt.
Doch eigentlich: Bevor ich Auto fahren konnte, bin ich fast täglich mit dem Velo zu ihr nach Hause gefahren und es war kein Problem. Vielfach muss ich mich auch zwingen zu denken, was denn mir so eine Velofahrt bringen könnte, damit ich auch wirklich das Velo nehme. Velo fahren = Gratis Fitness.
Aber ist denn das nicht wieder viel zu egoistisch? Sollte ich nicht an die nachhaltige Zukunft denken?
Genau hier kommt das Problem der Menschheit: Haben wir keinen persönlichen Nutzen davon, dann wird es schwierig. Was uns nicht motiviert, nehmen wir auch nicht an die Hand.
Also, lassen wir uns motivieren!

Dienstag, 15. Mai 2007

Ich und meine Nachhaltigkeit

Wenn ich den Wochenimpuls lese, merke ich wie widersprüchlich ich bin. Eigentlich achte ich die Natur sehr und bin mir auch bewusst, was für katastrophale Folgen unser handeln haben kann. Andererseits ist es ab und zu doch einfach sehr bequem schnell ins Auto zu springen und mit dem Auto irgendwohin zu fahren. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass ich in einem Dorf aufgewachsen bin und das es für mich sehr umständlich ist, mit ÖV die Welt zu entdecken. Obwohl ich ja täglich mit dem Zug an die PHR komme und da ich nicht so oft ein Auto habe, bin ich auch an den Wochenenden ab und zu im Zug zu treffen.

Ansonsten denke ich, achte ich sicherlich auf die Natur und möchte sie auch so erhalten wie sie ist. Ich finde es enorm wichtig, sich in der Natur aufzuhalten und draussen zu sein. Wie wichtig auch für Kinder Erfahrungen in der Natur sind, merke ich wenn ich mit meinen Nichten zusammen sind. Für sie ist jeder Milan der über unser Haus kreist, die Ameisen auf dem Sitzplatz, die Vögel auf der Tanne, die Gänseblümchen in der Wiese etwas Neues, Spannendes und Interessantes. Ich möchte auch meinen Kindern und Grosskindern die Möglichkeit geben, all diese wunderschönen Dinge zu erleben und zu sehen.
Deshalb finde ich wird es an der Zeit, dass wir die Umwelt schützen, dass endlich Autos erfunden werden, die ohne Benzin fahren, dass die CO2 in der Luft allgemein vermindert wird. Was wiederum auch mit dem Ozonloch zusammenhängt, dass zu unserem Bloggthema passt. So können auch unsere Grosskindern die Sonne geniessen können.


Selina Weber LGA04

Alle wollen zurück zur Natur - nur nicht zu Fuss!

Diesen Spruch finde ich sehr passend zum Thema Nachhaltigkeit. Wie viele von uns gehen mit dem Auto zum Wald in der Nähe um dort spazieren oder joggen zu gehen?

Ich selbst bin, wenn ich das so behaupten darf, ein grosser Naturfreund. Meine Hobbies spielen sich vorwiegend in den Bergen ab. Dazu versuche ich möglichst umweltbewusst zu handeln. Ein Beispiel dazu: Letzten März plante ich, eine Woche auf die Lenzerheide zu gehen und an meiner Diplomarbeit zu schreiben. Natürlich in einträglicher Abwechslung mit Snowboarden. So stopfte ich also Laptop, Ordner, Bücher, Snowboardausrüstung, etc. in meinen Rucksack. Da sich bei all diesen Materialien ein bemerkenswertes Gewicht ansammelt, bot mir meine Mutter ihr Auto an. Natürlich geriet ich schwer in Versuchung und malte mir aus, wie angenehm dies sein würde. Auf meine Entscheidung bin ich heute noch stolz; ich nahm nämlich den Zug. Mit Sack und Pack durfte ich vier Mal umsteigen und mich über alle möglichen Personen aufregen. Trotzdem kam ich wohlbehalten an und verbrachte eine wunderschöne Woche in den Bergen.

Somit habe ich bereits das angesprochen, was mich und wahrscheinlich uns alle vom nachhaltigen Handeln abhält: die Bequemlichkeit! Wie angenehm ist es doch, unseren Alltag mit Maschine, Auto und Technik zu gestalten. Es braucht etwas Überwindung und auch Überzeugungskraft, sich und andere von diesem Komfort abzubringen. Es geht nämlich auch anders.

Auf unser Blogthema passt dies einmal mehr zum Thema Ozonloch. Wenn wir uns umweltbewusst und möglichst nachhaltig verhalten, so sollte es möglich sein, die Natur noch so zu erhalten, wie wir sie kennen und lieben. Dazu braucht es lediglich Willen und das Bewusstsein des nachhaltigen Handelns!
Carmen Merz, LG 04 A

Sonntag, 13. Mai 2007

Liebe Sonnenschutz-Gruppe

Mit Interesse verfolge ich Ihre Beiträge. Nun melde ich mich auch einmal kurz zu Wort. Anfangs war es anscheinend schwieriger Ihr Thema mit den Wocheninputs zu verknüpfen. Mit der Zeit ist das besser gelungen. Einzelne Beiträge (Bio-Schokolade - Vernetzungen - Achtsamkeit) haben bei Mitstudierenden Reaktionen ausgelöst. Gut.

Mir gefallen auch offene Äusserungen - auch wenn sie vielleicht nicht so vorbildlich daher kommen (Bsp. Erdbeeren entsorgen,..). Sie lassen auf Mut und Einsicht schliessen. Selbsterkenntnis ist ja der erste Schritt zur Besserung, sagt man.

Den Hinweis auf Achtsamkeit - besonders was z.B. die familiäre Beziehung angeht - nehme auch ich bewusster mit.

Eine gute Zeit und freundliche Grüsse

Ru

Freitag, 11. Mai 2007

Ein Dankeschön an alle "Freiwilligen"


In meinem Leben ist die Jugendarbeit sehr zentral. Seit ich 8 Jahre alt bin, bin ich im Blauring dabei, zuerst als Mitglied, dann als Leiterin, Scharleiterin, Lagerleiterin und nun als Coach und Ausbilderin des Kantons.
Vielen Politikern, gerade in unserer Stadt Wil, ist es meist gar nicht bewusst, was eigentlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geleistet wird, dass jährlich ein Sommerlager für über 100 Knaben der Jungwacht und gut 70 Mädchen des Blauring Wil stattfinden kann.
Ich möchte das nun beispielhaft aufzeigen.
Zielzustand: Sommerlager des Blauring Wil in den ersten beiden Ferienwochen in einem Haus.
Meistens ist ein Lager dieser Art sehr teuer. Der finanzielle Aufwand geht schon über die 10’000er Grenze, da die Häuser nicht gerade billig sind für so viele Personen. Die katholische Kirche unterstützt Blauring und Jungwacht vielerorts, aber leider nicht mehr überall. Da die Jugendorganisation allen Kindern eine Lagerteilnahme ermöglichen möchte, ist der Beitrag der Eltern sehr tief.
Somit bleibt da nur noch die Anmeldung des Lagers unter J&S, welche jedes Kind im J&S-Alter (10-20) mit einem Beitrag pro Tag unterstützt.
Um aber den Bestimmungen gerecht zu werden, müssen die Leiterinnen Einiges erfüllen.
· Es braucht den Schar- und Lagerleiterkus (J&S 2), wenn man ein Lager anmelden möchte. Eine Leiterin macht eine Woche lang diesen Kurs: Solche Kurse werden freiwillig von in der Region tätigen Ausbildern geleitet. Diese Ausbilder treffen sich gut ein halbes Jahr vor Kursbeginn und bereiten das Programm vor.
· Für weitere 12 Kinder braucht es mindestens eine Gruppenleiterin (GLK, J&S 1). Das heisst für 70 Kinder besuchen noch weitere 5 Leiterinnen einen einwöchigen Kurs, welcher auch wieder von jungen Erwachsenen frewillig und ohne Entschädigung durchgeführt wird.

Gut, dann hat man mal die Kurse. Nun wird ein halbes bis ¾ Jahre vor dem eigentlichen Lager die Lagerleitung bestimmt(Häuser gesucht hat man schon 2 Jahre vorher).
Nun beginnt die eigentliche Vorbereitung. Die Lagerleitung meldet das Lager gemeinsam mit dem J&S-Coach (ebenfalls freiwilliger Helfer) das Lager bei J&S an. Alle Leiterinnen müssen angegeben werden und das J&S-Amt prüft dann, ob das Lager so durchgeführt werden kann.
Im Verlaufe der Vorbereitung arbeiten gut 20 Jugendliche mit, um
· das Programm aufzustellen
· Sponsoren zu suchen
· Küche zu suchen (auch diese kommen freiwillig)
· Material zu bestellen (wird beim Militär bestellt)
· Landkarten zu bestellen (bei der Landestopographie Schweiz)
· einen Elternabend zu gestalten
· …

Es gäbe noch einige Vernetzungen in diesem Geflecht, die ich jetzt nicht mehr genauer erläutern möchte.

Mir ist vor allem wichtig aufzuzeigen, wie viel eigentlich überall auch freiwillig gemacht wird und oftmals nicht einmal ein Dankeschön dafür zu erwarten ist.
Genau das finde ich äusserst bedenklich, wenn man beachtet, dass unser Sozialstaat ohne all diese freiwilligen Helfer nicht bestehen könnte.

Ich habe hier unser Gruppenblogthema nicht beachtet, weil mir jetzt dieser Aspekt einfach wichtiger war.