Donnerstag, 17. Mai 2007

Meine Motivation, nachhaltig zu handeln

Ich stelle mir vor, wie ich am Strand stehe und in die Weite des Ozeans hinausblicke. Es gibt für mich nichts Beruhigenderes und Schöneres als das Wasser, das Meer.
Genauso liebe ich es irgendwo auf der Spitze eines Berges zu stehen und ins Tal zu schauen.
In mir entsteht ein Gefühl der Freiheit, des Allein-Seins und in solchen Momenten – das muss ich ehrlich zugeben – denke ich überhaupt nicht an andere Menschen, auch nicht an die Zukunft und schon gar nicht an nachhaltiges Handeln.
Seit wir aber diese Posts schreiben in unserem Blog, grüble ich oft darüber nach und weiss eigentlich: So, wie wir Menschen mit der Natur umgehen, kann es nicht weitergehen.
Die Schönheit der Natur soll auch weiterhin erhalten bleiben und zwar für unsere Nachkommen. Ich finde da trägt jeder Einzelne Verantwortung.
Und doch kommt auch bei mir immer wieder die Bequemlichkeit ins Spiel.
Gerade am Dienstag hatte ich eine Sitzung bei einer Kollegin zu Hause und ich hätte mit dem Velo 15 Minuten Weg vor mir gehabt. Doch es regnete ziemlich stark und so war der Griff zum Autoschlüssel schnell getätigt.
Doch eigentlich: Bevor ich Auto fahren konnte, bin ich fast täglich mit dem Velo zu ihr nach Hause gefahren und es war kein Problem. Vielfach muss ich mich auch zwingen zu denken, was denn mir so eine Velofahrt bringen könnte, damit ich auch wirklich das Velo nehme. Velo fahren = Gratis Fitness.
Aber ist denn das nicht wieder viel zu egoistisch? Sollte ich nicht an die nachhaltige Zukunft denken?
Genau hier kommt das Problem der Menschheit: Haben wir keinen persönlichen Nutzen davon, dann wird es schwierig. Was uns nicht motiviert, nehmen wir auch nicht an die Hand.
Also, lassen wir uns motivieren!

1 Kommentar:

Chaib hat gesagt…

Du schreibst in deinem Blog über deine Freiheitsgefühle und die Schönheit der Natur. Ich empfinde die selben Gefühle wenn ich der Natur nahe bin. Wenn man in diesen Momenten an nichts denkt, heisst das, dass wir 100% in der Gegenwart sind. Und das soll auch so sein. Wichtig scheint mir dabei, dass wir uns im nachhinein an diese Momente erinnern können, so dass uns bewusst wird, dass wir handeln müssen. Genau in diesen Momenten spüre ich die Natur. Dieses Gefühl veranlasst mich, umweltfreundlich zu handeln, so dass unsere Nachkommen ebenfalls diese Glücksgefühle erleben dürfen.

Da stellt sich nun die Frage, wie sich die Menschen motivieren lassen können, schlechte Gewohnheiten zu eliminieren. Meiner Meinung sollen die Menschen die Schönheit der Natur spüren. Erst wenn man den Wert der Natur erkennt, kann ein Gefühl von Verantwortung aufkommen. Diese Verantwortung soll die Menschen motivieren, nachhaltig zu handeln. Daraus kann man schliessen, dass wir Lehrpersonen einen Einfluss haben, wie nahe wir den Kindern die Natur bringen. Denn was wir als Kinder mitbekommen, beeinflusst unser Leben.

Markus Meister LG04E