Dienstag, 29. Mai 2007

Natur pur

Abgesehen davon, dass es seit Montag grauenhaftes Wetter ist und diese Umstände nicht dazu einladen, einige Stunden im Freien zu verbringen, war ich nicht gerade „natürlich“ am Pfingstwochenende: Samstag ging ich Töff fahren und Sonntag in einer verchlorten Badi schwimmen.

Mal abgesehen von diesem Wochenende darf ich von mir eigentlich behaupten, dass ich eher ein „Naturmensch“ bin und sie auch geniesse. So gehe ich mindestens einmal wöchentlich reiten (gibt’s eine schönere „natürliche“ Fortbewegungsart?), mehrmals streife ich mit meinem Hund stundenlang durch Feld und Wald und gehe so oft wie möglich klettern. Dabei möchte ich- wie Nicole - von einem Moment erzählen, in welchem mir die Kraft und Schönheit der Natur einmal mehr aufgefallen sind: Vor ca. 2 Wochen veranlasste ich mein Pferd in einen Fluss zu stehen um die Beine abzukühlen. Es trank ein wenig und stand dann ganz ruhig mit gespitzten Ohren da. Auf einmal blickte ich in die gleiche Richtung wie das Pferd und sah dort 4 Rehe, die friedlich auf der Waldlichtung direkt vor meiner Nase weideten. Dieser Moment war extrem eindrücklich: Unter mir das Pferd, welches mitten in einem Bach stand, vor mir eine Waldlichtung mit Rehen und hinten Bäume, durch deren Blätter die Sonne glitzerte.
Solche Momente möchte ich mir für immer einprägen. Sie machen alles wett und entschädigen mich für anstrengende Tage. Ich fühle mich dann auf wundersame und angenehme Weise klein und Teil dieses Systems (was ich als Privileg empfinde). Ich merke, welche Kraft und Energie ich aus der Natur schöpfen kann und darf und bin dankbar. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich den grössten Teil meiner Freizeit draussen verbringe und mich als naturverbundenen Menschen bezeichne.

Auf unser Gruppenthema schliessend, möchte ich hier noch die Wirkung der Sonne erläutern. Ähnlich wie Nicole fühle ich mich glücklich, wenn ich die Strahlen und Wärme der Sonne auf mir spüre. Besonders intensiv merke ich dies beim Snowboarden. Ich fahre extrem viel besser, wenn es schön Wetter ist (auch wenn man dann beim hinauflaufen mehr schwitzt…). Letzthin las ich, dass Sonne süchtig machen kann. So weit bin ich jedoch noch nicht, da ich überhaupt nicht gerne herumliege und „sünnele“. Trotzdem stehe ich leichter und beschwingter auf, wenn mir morgens die Sonne durchs Dachfenster entgegenlacht.
Carmen Merz, LG 04 A

2 Kommentare:

starsky hat gesagt…

Dein Erlebniss tönt echt sehr schön... Wow! Ich habe auch gerade letzlich ein Reh gesehen, als ich weiss nicht mehr wo oder was machte... Eigentlich möchte ich nur sagen, ich kann diese Kraft die du spürst gut nachvollziehen; man fühlt sich so klein und ist doch Teil des Ganzen.
Selina Weber LGA04

Anonym hat gesagt…

Mir geht es ähnlich wie dir. Einen grossen Teil meiner Freizeit verbringe ich wenn möglich in der Natur. Vor allem um Sport zu treiben oder mit dem Hund meiner Mum spazieren zu gehen. Während den Ferien bin ich oft früh morgens mit dem Hund am See entlag gegangen. Dabei konnte ich mehrmals einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern. In solchen Momenten fühlt man sich einfach frei und denkt nur an das Wunderbarste. Gerade solche Augenblicke sind es, die einem Kraft geben. Man sollte sich viel öfters solche Momente gönnen und sie schätzen.