Dienstag, 8. Mai 2007

Bio-Schokolade

Gestern habe ich mir Bio-Schokolade gekauft von Vivani. Sie war sehr gut und auch teuer, aber weil ich mich gesund fühlen wollte, hab ich eben diese gekauft. Nun habe ich auf der Homepage nachgelesen, was für eine gute Tat ich damit vollbracht habe. Natürlich wurden alle Elemente der Schokolade biologisch angebaut und weder die Menschen noch die Natur kommt zu Schaden. Also das ist eigentlich super! Trotzdem hat es mich interessiert, wie viele Menschen nötig sind, bis die Schokolade nun fertig gepackt im Laden liegt, deshalb versuche ich diese Schritte aufzuzeigen.
  • Die Kakaopflanze muss angepflanzt werden, oft in Südamerika
  • Die Kakaofrüchte müssen geerntet werden
  • Dann transportiert um sie zu trocknen
  • Die Früchte werden getrocknet
  • Die Kakaobohnen werden nach Grösse sortiert
  • Verpackt in Jutesäcken werden sie dorthin transportiert, wo sie weiterverarbeitet werden
  • In der Fabrik werden sie maschinell gereinigt
  • Die Bohnen werden geröstet
  • Die Schalen der Kakaobohnen werden mit Hilfe einer Maschine entfernt
  • Die Bohnen werden conchiert
  • Flüssige Schokolade wird in die Form gegossen
  • Schokolade verpacken
  • Transport in die Läden oder zuerst an Grossverteiler

Es sind also sicher 13 Schritte notwendig, bis die Schokolade im Laden ist, wo wir sie kaufen und nach Hause tragen oder schon auf dem Weg nach Hause essen. Auch wenn ein grosser Teil der Verarbeitung maschinell betrieben wird, sind mindestens 13 Menschen mit meiner Schokolade in Berührung gekommen, wahnsinnig nicht! Es ist aber immer noch gut zu wissen, dass wenigstens die Arbeiter die an dieser Schokolade mitgearbeitet haben immerhin fair behandelt werden...

(Der Link zu Sonnenschutz ist nun leider wirklich nicht machbar... Vielleicht braucht es ähnlich viele Schritte bis die Sonnencreme in den Läden ist...)

Selina Weber LGA04

4 Kommentare:

ECTS-Punkte-Jäger hat gesagt…

Ja, das ist schon der Wahnsinn, was es alles braucht um unsere geliebt Schokolade essen zu können. Ich bin auch immer total fasziniert, wenn ich darüber nachdenke, woher die einzelnen Zutaten kommen und wer die schon alles in der Hand hatte. Na gut, eigentlich möchte ich es lieber nicht wissen. Denn wer weiss schon was das für Typen und Typinnen (Gender ;-) gewesen sind.

Hast du schon den Film Babel gesehen? Da wird dieses weltweit-vernetzt-sein auch thematisiert. Hammer! Oder?

So, habe ich jetzt meine 500 Zeichen? Hmmm......also ich meine, ich finde dieses Thema echt faszinierend. Auch wenn ich das jetzt mit diesem Kommentar nicht so rüber gebracht habe. Tschüss!

R. Christandl LG C04

Betty hat gesagt…

Es ist wirklich erstaunlich, was es alles braucht, damit wir eine Tafel Schokolade geniessen können. Ich finde es toll, dass du Bio-Produkte kaufst, denn ich muss zugeben, dass mir das im Moment noch zu teuer ist. Wir armen Studenten (smile)
Es ist kaum zu glauben, dass die Schokolade so preisgünstig bei uns in den Läden zu finden ist, wenn man überlegt, wie viel Arbeit dahinter steckt.
Trotz meines manchmal etwas schlechten Gewissens kann ich nicht auf Schokolade verzichten, denn an der PHR ist sie einfach lebensnotwendig(smile)
Bettina Ruckstuhl, LG04A

carmen hat gesagt…

Den Link zum Film Babel finde ich sehr spannend. Denn dieser Film hat mir, auch wenn ich einige Szenen nicht unwiderstehlich fand, einmal mehr gezeigt, was eine kleine Aktion auslösen kann. Wir können das auch im positiven Sinne sehen: Eine kleine Aktion, z.B. pro Sonnenschutz, kann viele Wirkungen nach sich ziehen. Eventuell crèmen sich nach einer Präventionskampagne mehr Menschen ein oder setzen einen Hut auf.

Ich befinde mich im selben Clinch wie du, Bettina. Einerseits würde ich sehr gerne Bioprodukte kaufen. Jedoch fehlen mir schlicht die finanziellen Mittel dazu. Ein Prinzip habe ich trotzdem: Ich kaufe stets Biogemüse bzw. sicher KEIN Budget- oder PrixGarantie-Gemüse oder -Obst. Gerade weil ich längere Zeit auf organic farms verbracht habe, schmecke ich den Unterschied enorm.
Carmen Merz, LG 04 A

eger hat gesagt…

Ich habe mir auch Gedanken über solche Netzwerke gemacht, die ermöglichen, dass ich ein Produkt von irgendwo schliesslich bei mir auf dem Tisch habe. Dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass es immer mehr so kommt, das solche Netzwerke von A bis Z einzelnen globalen Firmen gehören. (Ich meine jetzt nicht die Schokolade, die du gekauft hast). Das finde ich mindestens bedenklich, denn wenn immer mehr einigen wenigen gehört, werden solche komplexen Netzwerke gefährlich. Dann schon lieber der Staat, als private, gigantische Unternehmen - oder nicht?